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In William Eubanks' Sundance-Entdeckung werden menschliche Neugier und Selbstüberschätzung mit albtraumhaften Erfahrungen bestraft. In Massachusetts Institute of Technology (MIT) können selbst Hausmeister Genies sein (Good Will Hunting) und spätere Superhelden mit Stretchqualitäten (Fantastic Four) ausgebildet werden. In The Signal ist die US-Eliteschmiede das akademische Heim der zwei smarten Protagonisten, aber auch das Jagdterritorium einer weitaus höheren Intelligenz. Als die zwei Freunde Nic (Brendon Thwaites, demnächst Hüter der Erinnerung - The Giver) und Jonah (Beau Knapp) am MIT erstmals die digitalen Spuren von Nomad entdecken, wird der mysteriöse Superhacker, der überall Zugriff, sogar auf ihre eigenen, professionell geschützten Laptops findet, auf Anhieb zur Obsession. So wird ein Roadtrip, an dessen Ende in Kalifornien Nics Freundin abgesetzt werden soll, spontan zu einem kurzen Abstecher in die Wüste Nevadas genutzt. Dort nämlich haben die Freunde die Quelle des Hacker-Signals geortet, dort machen sie nachts eine schockierende Entdeckung, die sie schließlich in eine unterirdische Forschungseinrichtung bringt, in der ein neugieriger Wissenschaftler (Laurence Fishburne) mit sanfter Penetranz zunehmend merkwürdige Fragen stellt. The Signal beginnt als Beziehungsdrama, in dem das körperliche Trauma Nics seine große Liebe sabotiert, streift in einer außerordentlich atmosphärischen und unheimlichen Sequenz den Horrorfilm und dabei explizit das Blair Witch Project und mündet schließlich in einen Science-Fiction-Stoff, der sogar noch Berührung mit dem Superhelden-Genre aufnimmt. Die Enthüllung des zentralen Mysteriums, was mit den Kids geschah und noch geschieht, serviert Koautor Eubanks gut dosiert, durchsetzt die Enträtselung mit Fluchtversuchen, die Spannung generieren. Dabei geht die Fantasie des Zuschauers bereitwillig spazieren, nimmt im Verlauf des Plots Korrekturen vor und muss dann doch erleben, dass vertrautere Genremotive die kühnsten Thesen ablösen. Somit konzentriert sich das Erstaunen schwerpunktmäßig auf Kamera- und Effektarbeit, die nie erahnen lässt, dass Eubanks seinen zweiten Kinofilm mit einem kleinen Millionen-Budget stemmte. Ein Signal für Kompetenz, dass Hollywoods Talentscouts längst aufgefangen haben. kob.