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Ministry - Rantology - Media - 2-LP - Rantology erscheint erstmals auf rotem Vinyl in einer limitierten, nummerierten Auflage von 1500 Stück. Ein bissiger Anti-Establishment-Slogan, der Text für Text und Song für Song auf George W. Bushs Amerika einhämmerte. Al Jourgensen und Ministry bleiben mit »Rantology« von 2005 bei ihrer Botschaft. Mit einem Mischmasch aus neu abgemischten Klassikern, Live-Material und einem neuen Song, »Great Satan«. Jourgensen hat eine schrille Explosion von akustischer Protestkunst geschaffen. Alle Songs sind darauf ausgerichtet, Bush zu beschämen, zu verunglimpfen und vor dem Gericht von Onkel Al anzuklagen. Das berühmte Kampagnen-Tag »I'm George W. Bush, and I approved this message« (Ich bin George W. Bush, und ich habe diese Botschaft genehmigt) eröffnet das Set, gepaart mit einem Remix von Molés »No W«; später hört man ihn den Psalm 23 rezitieren, über einem wirbelnden wagnerianischen Refrain und einer sich stetig aufbauenden Spannung. Das originale »N. O.W.« wird hier ebenfalls neu abgemischt, um beide Präsidenten Bushs über die zackige Percussion und Jourgensens Proto-Metal-Gekrächze einzubeziehen. Auch »Stigmata« und »Jesus Built My Hotrod« werden auf »Rantology« wieder aufgegriffen, aber Jourgensen verändert sie nicht sonderlich. Das ist wahrscheinlich auch gut so: Sie waren schon dreckig und bösartig genug. Seit er Ministry zu einem Rammbock für den Kulturkampf umgerüstet hat, sind es Jourgensens wütendste Worte und Beats, die am meisten nachhallen. Die drei Live-Ausschnitte von »Sphinctour« aus dem Jahr 2002 sind ausreichend laut und mehr als nur ein bisschen gruselig. Weltveränderer, schlechte Lebern und progressive Punks können sich freuen: Das angepisste Stehvermögen von Ministry hat nicht nachgelassen.